Mittelalter- und Neuzeitarchäologie

 
Gegenstand der Mittelalter- und Neuzeitarchäologie sind in erster Linie archäologische Funde und Befunde aus dem Hoch- und Spätmittelalters und der Neuzeit. Ihre Hauptquellen sind Bodenfunde und Baubefunde, die sie im Rahmen von Ausgrabungen und Bauuntersuchungen gewinnt bzw. untersucht. Darüber hinaus bezieht die Mittelalter- und Neuzeitarchäologie auch Schrift- und Bildquellen in ihre Forschung ein. Methodisch ist dieser Fachbereich mit der Ur- und Frühgeschichte verwandt, arbeitet darüber hinaus aber auch mit Methoden der Kunst- und Architekturgeschichte. Das von der Mittelalterarchäologie generierte Wissen stellt somit eine wertvolle Ergänzung zu den Erkenntnissen dar, die allein auf der Basis von Schriftquellen gewonnen werden können.

Für die Mittelalter- und Neuzeitarchäologie besteht eine Kooperation mit dem Institut für Archäologie und mittelalterliche Kunstgeschichte der Universität Zürich, so dass dort besuchte Veranstaltungen auch in Basel angerechnet werden.

Reste Barocker Glasfenster aus der Burg von Zug   
© Kantonsarchäologie Zug, Foto: Res Eichenberger