Ur- und Frühgeschichte

 
Ur- und Frühgeschichte ist eine Geschichtswissenschaft, die sich mit den Menschen, ihrer Lebensweise und Umwelt sowie ihren Kulturen in schriftlosen und schriftarmen Epochen beschäftigt. Ihre wesentlichen Quellen gewinnt sie durch Ausgrabungen. Das Besondere der Ur- und Frühgeschichte im Vergleich zu anderen archäologischen, historischen und kulturwissenschaftlichen Disziplinen liegt in drei Eigenheiten:

  1. Die grosse Spanne der hier behandelten Zeit: von den Anfängen der Menschheitsgeschichte bis in die frühe Neuzeit. Dies ermöglicht epochenübergreifende Vergleiche und die parallele Beobachtung langfristiger Trends und kurzfristiger Ereignisse.
  2. Der weite zeitliche und geographische Fokus ermöglicht Einblicke in die ungemein grosse Variabiltät menschlicher Kulturen.
  3. Die Quellen der Ur- und Frühgeschichte sind in erster Linie Überreste der materiellen Kultur, die sehr konkrete Einblicke ins Alltagsleben ermöglichen.

In Basel liegt der räumliche Fokus auf der Schweiz und ihrem weiteren geographischen Umfeld.

 



Jungsteinzeitliche Steinbeilklingen aus dem Kanton Zug
©Kantonales Museum für Urgeschichte(n) Zug, Foto: Res Eichenberger